Die Götter der Winde sind uns gnädig und schieben uns sanft Richtung Heimat.
Auch bei leicht frostigen Temperaturen läuft der Winterpokal weiter. Da ich dem Indoorschwitzen nichts abgewinnen kann geht es auch bei eiskaltem Wetter nach draußen.
Es ist noch etwas Zeit. Das Jahr hat noch zwei Tage und den heutigen will ich nutzen. Gut eingepackt geht es morgens los. Die Tour nach Tholey habe ich schon vor Augen – okay, nicht ganz im Detail, aber doch fast. Klar ist: Es sollen ein paar neue und weniger genutzte Teilstücke gefahren werden.
Das Wetter ist für Ende Dezember hervorragend: trocken-kalt, zwischen 0 und 4 Grad, bei strahlendem Sonnenschein. Der Waldboden ist weitgehend fest und teilweise angefroren. Nur dort wo die Sonne ihn an der einen oder anderen Stelle auftauen konnte wird es etwas schmierig. Die Straßen sind überwiegend trocken bis auf einige Täler und schattige Passagen, welche selbst gegen Mittag noch mit Raureif bedeckt und so teilweise glatt sind.
Auf dem Weg nach Tholey entdecken wir gleich noch ein paar Hütten die sich hervorragend für Overnighter eignen – definitiv ein mentaler Vermerk fürs kommende Jahr.
In Tholey angekommen legen wir eine kleine Pause im Café "Edeka" ein. Die Sessel sind ausgesprochen bequem und man gerät in Versuchung sitzen zu bleiben. Die Stube ist angenehm beheizt und das Heißgetränk schmeckt hervorragend. So kostet es etwas Überwindung sich wieder in die Kälte und auf den Rückweg zu machen.
Wir haben Glück: Die Götter der Winde sind uns gnädig und schieben uns sanft Richtung Heimat. Ab und an unterbrechen bissige Hügel das ansonsten höhengleiche Rollen. Bergauf wird die zusätzliche Wärme unter der Winterjacke jedoch gerne als Lohn für die Anstrengung mitgenommen.
Noch vor Einbruch der Dunkelheit sind wir wieder zu Hause – ein gutes Zeichen dafür, dass die Tage endlich wieder länger werden.
Für dieses Jahr sind damit wohl die letzten Punkte für den Winterpokal eingesammelt. Im Januar kann es dann entspannt weitergehen. Vielleicht ja mit einer kleinen Schneetour.

